Das Café

Nachbarn sind herzlich willkommen

Sommerfest
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Stück für Stück zum Kieztreff: Umfangreiches Programm im Cafe 157

Prenzlauer Berg. Das alkoholfreie „Café 157" an der John-Schehr-Straße 24 will sich zu einem richtigen Nachbarschaftstreff entwickeln.

"So etwas gibt es nämlich im unmittelbaren Einzugsbereich noch nicht. Deshalb steht unsere Tür auch stets für Nachbarn offen", sagt Frank Pohlmann, der Vorsitzende des Vereins Suchthilfe Café 157. "Wir haben genug Raum für einen richtigen Nachbarschaftstreff. Außerdem gibt es bei uns schon etliche Freizeitangebote." Einer der Nachbarn, der fast täglich im Treff zu Gast ist, ist Karl Schmid. Der rüstige 94-Jährige erklärt: "Zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf. Im Café finde ich nette Gesprächspartner und bin immer willkommen."

Der Cafébereich ist auch der Kern der Einrichtung. In einem weiteren Raum spielen die Besucher Billard, Dart, Tischtennis, Schach oder Skat. Daneben gibt es jeden Tag Gruppentreffen. Die Bandbreite reicht vom Englisch- und Computerkurs, geht über Nordic Walking und Radtouren, einen Malkurs bis zum Lesezirkel. (siehe Terminkalender - der webmaster)

Mit all diesen Angeboten will sich das "Café 157" nun Stück für Stück zu einem Kieztreff entwickeln. Gefördert wird das Projekt vom Bezirksamt Pankow. Das hätte die frühere Suchthilfeeinrichtung schon fast schließen müssen. Ende 2008 führten Haushaltskürzungen dazu, dass es keine Förderung mehr geben sollte. Dagegen protestierten die Besucher.

Schließlich entschied die Bezirkspolitik: Es gibt weiter Fördermittel, wenn auch weit weniger. Im Gegenzug engagieren sich die Nutzer auf ehrenamtlicher Basis. Sie gründeten daraufhin einen Verein. Dieser organisiert und koordiniert seitdem die Freizeitangebote der Einrichtung, deren offizieller Träger die Stiftung SPI ist.
Geöffnet ist der Treff Montag, Sonnabend und Sonntag von 14 bis 20 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 14 bis 21 Uhr und an allen gesetzlichen Feiertagen.
BW (Artikel erschien in der Berliner Woche)

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